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Grundlagentraining im Radsport: Ausdauer, die bleibt

So schaffen ruhige Ausfahrten, eine schrittweise Umfangssteigerung und regelmäßige Erholung eine belastbare aerobe Grundlage.

9 Min. LesezeitAktualisiert 20. August 2026

Die Grundlagenphase ist meist der längste Abschnitt eines Radtrainingsplans. Die meisten Ausfahrten sind ruhig und aerob. Dadurch kannst du ein sinnvolles Tempo länger halten, bevor Ermüdung einsetzt. Diese Arbeit bereitet dich zugleich auf die härteren Einheiten später in der Saison vor. Eile zahlt sich hier selten aus.

Halte Ausdauerfahrten locker

Der Großteil des Grundlagentrainings liegt in Zone 2. Du solltest in ganzen Sätzen sprechen können und die Ausfahrt mit Reserven beenden. Regelmäßig wiederholt verbessert diese Arbeit deine aerobe Leistungsfähigkeit und hilft den Muskeln, Energie effizienter bereitzustellen.

Umfang vor Intensität

Regelmäßiges Fahren zählt mehr als einzelne sehr große Tage. Erhöhe Wochenumfang und Dauer der langen Ausfahrt in kleinen Schritten und nimm Belastung heraus, bevor die Ermüdung übernimmt. Kurze Bergantritte oder Trittfrequenzübungen bringen Abwechslung, ohne die Ausfahrt zur Intervalleinheit zu machen.

Wie lange dauert die Grundlagenphase?

Sechs bis zwölf Wochen sind üblich, aber es gibt keine feste Vorgabe. Nach einer langen Pause brauchst du meist mehr Grundlagenarbeit als nach einem Winter mit konstantem Training. Aktuelle Form, Trainingshistorie und Zieldatum bestimmen die passende Dauer.

Was Grundlagentraining entwickeln soll

Wiederholbare aerobe Arbeit unterstützt mitochondriale Anpassungen, Energiebereitstellung und die Fähigkeit, länger Leistung zu erbringen. Gleichzeitig verbessert sie Tempogefühl, Technik, Komfort und Verpflegung auf dem Rad.

Signale für eine Ausdauerfahrt
SignalRichtwertGrenze
LeistungOft 56–75 % FTPZonen können falsch eingestellt sein
SprechenGanze SätzeWind und Gruppe verändern die Atmung
RPEEtwa 2–4/10Hitze und Schlaf verändern das Gefühl
HerzfrequenzStabil unter der aeroben SchwelleDrift, Koffein und Stress wirken mit

Ohne magische Prozentregel steigern

Die Zehn-Prozent-Regel ist kein Naturgesetz. Verlängere ein oder zwei Fahrten, halte den Rest stabil und beobachte sieben bis vierzehn Tage. Reduziere, bevor die Qualität deutlich einbricht.

  • Steigern, wenn Schlaf, Motivation und lockeres Gefühl normal bleiben.
  • Halten, wenn das übliche Tempo mehrfach schwerer fällt.
  • Bei Krankheit, anhaltendem Schmerz oder starkem Abfall reduzieren.
  • Nach einer Pause vom aktuell Machbaren starten.

Häufige Fragen

Muss die gesamte Grundlage Zone 2 sein?

Nein. Technik, Kraft, Antritte und etwas Tempo passen hinein, solange der Großteil wiederholbar und aerob bleibt.

Reichen vier bis sechs Stunden pro Woche?

Ja. Regelmäßigkeit, eine wachsende lange Fahrt und kontrollierte Intensität können damit Fortschritt bringen.

Sollte ich nüchtern trainieren?

Das ist nicht erforderlich und kann Qualität senken oder die Erholung verteuern.

Evidenz und weiterführende Literatur

FTP500 trennt etablierte Erkenntnisse von praktischen Konventionen. Diese Quellen liegen dem Leitfaden zugrunde:

  1. Seiler (2010), What is best practice for training intensity and duration distribution?Kontext zur Kombination aus viel lockerem Training und begrenzter hoher Intensität.
  2. Gejl and Nybo (2021), Periodized carbohydrate restriction meta-analysisKein allgemeiner Leistungsvorteil durch periodisierte Kohlenhydratrestriktion.
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